Hymnus der Stille

 

Ich bin die Stille

das unfassbare, unsagbare

die gefüllte Leere

ich bin der Urgrund des Seins

der Urklang, aus dem alles Leben hervorgeht

 

 

 

 

Ich bin die Stille

das unbegreifliche, unhörbare

das tosende Schweigen

ich bin die Quelle der Inspiration

das Feuer, das die Fülle der Töne entzündet

 

 

 

 

Ich bin die Stille

das unantastbare, unberührbare

die lautere, reine, makellose

ich bin der Ort Gottes im Menschen

der Raum, in dem die Seele zu sich selbst kommt

 

Aus "Zeiten der Stille", Anselm Grün & Helge Burggrabe

 

 

 

Eines Tages brachte Mullah Nasruddin einen Esel auf den Markt, der einen sehr üblen Charakter hatte. Er schlug nach jedem aus, der ihn anschaute, und schrie die ganze Zeit.

"Mullah, wie willst du denn einen solchen Esel verkaufen?", fragte ihn jemand.

"Ich will ihn gar nicht verkaufen", sagte Mullah, "ich will bloss, dass alle sehen, womit ich mich die ganze Zeit herumschlagen muss!"

 

Quelle Unbekannt

Hätte ich des Himmels reich bestückte Tücher, 

bestickt aus Golden & aus Silberlicht,

die dunklen die Blauen & die hellen Tücher,

aus Nacht aus Tag  & aus der Dämmerung,

legte ich die Tücher dir zu Füssen.

Doch ich bin arm & habe nichts als Träum,

so leg ich meine Träume dir zu Füssen,

tritt leise, denn du trittst auf meine Träume!

W.B. Yeats

Nasrudin sass plaudernd mit seinem Freunde zusammen, als die Dunkelheit hereinbrach.

"Steck eine Kerze an", sagte der Mann, "denn es ist schon dunkel. Links neben dir liegt eine."

"Wie soll ich im Dunkeln rechts und links voneinander unterscheiden, du Narr!" rief der Mulla....

 

Quelle Unbekannt

Es war einmal...spät in der Nacht und Mullah Nasrudin kroch auf Händen und Knien unter einer Strassenlaterne herum. Ein guter Freund entdeckte ihn da und, da er dachte, Mullah sei vielleicht betrunken, wollte er ihm helfen:

"Mullah! brauchst du Hilfe um heimzufinden?"

"Nein, mein Freund... ich habe meinen Hausschlüssel verloren. Hier... komm runter und hilf mir suchen."

Ächzend liess sich Mullahs Freund auf die harte Strasse nieder und begann ebenfalls herumzukriechen. Er suchte gründlich, lugte in alle Pflasterspalten und zog nach und nach immer weitere Kreise. Nachdem sie, wie es ihm schien, stundenlang gesucht hatten, taten ihm die Knie weh. Umsonst!

"Mullah, ich habe überall im Umkreis von zehn Metern gesucht. Bist du sicher, dass du deine Schlüssel hier verloren hast?"

"Ach nein... eigentlich glaube ich, ich habe sie da drüben verloren, an der anderen Strass."

"Mullah, du Blödmann! Wieso verplempern wir dann hier unsere Zeit?"

"Naja, hier war das Licht besser..."

 

unbekannt

Reise ins unbekannte land

Dunkel und still, unter mir weicher Sand, ober mir das weite Himmelszelt. Glitzernd und funkelnd erstreckt sich das Sandmeer um mich herum. Eine liebevolle, tiefe Umarmung. Alles ist verbunden.

Der Wind spielt mit dem Sand das Lied der Wüste. Je tiefer die Nacht um so stiller wird die Welt, alles taucht in den Schlaf.

Nun erhebt sich aus der Stille der Urklang der des seins, das Tosen im Schweigen, eine Fülle der Leere. Der Weltenklang.