Geschichten & Poesie


Hymnus der Stille

 

Ich bin die Stille

das unfassbare, unsagbare

die gefüllte Leere

ich bin der Urgrund des Seins

der Urklang, aus dem alles Leben hervorgeht

 

 

 

 

Ich bin die Stille

das unbegreifliche, unhörbare

das tosende Schweigen

ich bin die Quelle der Inspiration

das Feuer, das die Fülle der Töne entzündet

 

 

 

 

Ich bin die Stille

das unantastbare, unberührbare

die lautere, reine, makellose

ich bin der Ort Gottes im Menschen

der Raum, in dem die Seele zu sich selbst kommt

 

Aus "Zeiten der Stille", Anselm Grün & Helge Burggrabe

 

 


Hätte ich des Himmels reich bestückte Tücher, 

bestickt aus Golden & aus Silberlicht,

die dunklen die Blauen & die hellen Tücher,

aus Nacht aus Tag  & aus der Dämmerung,

legte ich die Tücher dir zu Füssen.

Doch ich bin arm & habe nichts als Träum,

so leg ich meine Träume dir zu Füssen,

tritt leise, denn du trittst auf meine Träume!

W.B. Yeats